Harninkontinenz


Der Verlust von Harn, Stuhl und/oder Winden zu unkalkulierbarer Zeit und an den ungünstigsten Orten bringt Menschen in Situationen von Scham, Ohnmacht und Hilflosigkeit. 

 

Oft gibt es bei regelmäßigen Vorkommnissen eine Einschränkung der sozialen Unternehmungen und ein streng kontrolliertes Toilettenverhalten, dass nicht nur in das private Leben der betroffenen Person eingreift. Sport, kulturelle Unternehmungen, Reisen und eine sorglose, spontane Sexualität sind kaum mehr möglich. Die selbstgewählte Isolation, die Scham, darüber zu sprechen und die damit einhergehende Hilflosigkeit wirken sich nicht selten auch auf die Seele aus.

 

Wir können physiotherapeutisch die verschiedenen Formen der Inkontinenz durch gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur, Verhaltensschule und Beratung über Hilfsmittel (Pessare) behandeln.

 

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Stuhlinkontinenz


Stuhlinkontinenz, auch genannt anorektale Inkontinenz, tritt in unterschiedlichen Formen und Intensitäten auf.

 

Grad 1:

Unkontrollierter Abgang von Winden und Schleim 

Grad 2:

Unkontrollierter Abgang von Winden, Schleim und dünnflüssigem Stuhl

Grad 3:

Unkontrollierter Abgang von Winden, Schleim, dünnflüssigem und festem Stuhl

 

Ort und Zeitpunkt für eine Darmentleerung können sich die Patient*innen nicht selbst aussuchen, was einen hohen Leidensdruck verursachen kann.

Mögliche Ursachen können unter anderem sein:

  • nicht funktionell arbeitende Beckenbodenmuskulatur
  • Verletzungen wie Dammriss
  • Hämorrhoiden
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • neurologische Störungen

Beckenbodentraining bei Stuhlinkontinenz kann zu einer verbesserten Wahrnehmung führen und Schließmuskeltraining kann unterstützen, die Kontrolle über Zeitpunkt und Ort der Darmentleerung wieder selbst zu bestimmen.

Organsenkungen


Senkungen können folgende Organe betreffen und heißen dann im Fachterminus:

  • Blase - Zystozele
  • Descensus uteri - Senkung des Uterus
  • Rektozele - Senkung des Enddarms

Patientinnen beschreiben ein Fremdkörpergefühl in der Vagina, Rückenschmerzen, Schmerzen im Becken und/oder auch in der Sexualität.

 

Die Symptome können auch mit einer Inkontinenz einhergehen, unvollständiger Darmentleerung und/oder Verstopfung. Beckenbodentraining, angeleitet durch unsere spezialisierten Therapeuten und Therapeutinnen, kann die Wahrnehmung und damit die Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur unterstützen. Sie können vor - aber auch nach Operationen zu uns kommen.

 

Vaginismus


Unter Vaginismus verstehen wir eine unwillkürliche (nicht steuerbare) Anspannung/Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur, wodurch der Vaginaleingang enger wird. Diese Verkrampfung kann dauerhaft sein, aber auch spontan auftreten.

Dies macht das Einführen von Finger, Tampon oder anderem meist unmöglich, trotz bestehendem Wunsch danach.

Vaginismus gilt als sexuelle Funktionsstörung und diese Worte beschreiben oft sehr gut, was Menschen mit Vaginismus fühlen: “Ich funktioniere nicht.”

Wie Physiotherapie bei Vaginismus helfen kann, erfährst Du hier. 

Beckenbodentraining kann unterstützen..


  • vor/nach gynäkologischen Operationen
  • vor entfernen einen Stomas
  • bei rezidivierende Entzündungen
  • bei tiefe Rückenschmerzen/Instabilitäten
  • bei Beckenschmerzen
  • bei Endometriose

Schwangerschaft


Eine Schwangerschaft kann verschiedene körperliche Herausforderungen mit sich bringen: 

Durch die hormonellen und körperlichen Veränderungen berichten Patientinnen von einer Erhöhung der Miktionsfrequenz (Wasserlassen - auch nachts) sowie erste Anzeichen von Belastungsinkontinenz und/oder Hämorrhoiden, sowie Verstopfung und auch Rückenschmerzen. Beckenbodenübungen können hier eine Entlastung bringen und nicht zuletzt können die Kenntnisse über die Zusammenhänge von Beckenbodenmuskulatur und der Atmung eine Unterstützung bei der Geburt selbst sein. Neben der Physiotherapie in der Schwangerschaft kleben wir auch kinesiologische Tapes.

Rückbildung


Eine Schwangerschaft und die Geburt sind besonders herausfordernd für den Körper. Körperlich und auch seelisch bedarf es nach der Geburt einiger Umstellungen. Sie finden sich in die neue Rolle als Mutter ein und auch familiäre Strukturen wollen eventuell neu geschaffen werden.

 

Vielleicht haben Sie eine Kaiserschnittnarbe, einen Dammriss oder Schmerzen, mit denen es umzugehen gilt. 

Ein Rückbildungskurs kann in dieser Zeit überfordern.

 

Da es jedoch wichtig ist, mit gezielten Übungen, hauptsächlich für die Körpermitte (Beckenboden-, Rücken- und Bauchmuskulatur), die überdehnten Strukturen wieder zu kräftigen und stabilisieren bieten wir die Rückbildung auch als Einzeltherapie an.

 

Wir haben Ruhe und Zeit für Fragen, erklären Anatomie und Funktion der Beckenboden- und Bauchmuskulatur, Beckenboden entlastende Techniken für den Alltag (Heben, Handling des Babys), es gibt ein angepasstes Übungsprogramm für zuhause und Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen runden das Angebot ab.

 

Eine Übersicht zu den aktuellen Kursen finden Sie hier.

 

Rektusdiastase


Der Begriff Rektusdiastase beschreibt das Auseinanderweichen der beiden geraden Bauchmuskeln. Es entsteht ein Spalt, der ab einer Breite von circa 3 cm als “unphysiologisch” gesehen wird. Dieser Spalt kann sich über den ganzen Bauch ziehen, aber auch nur über oder unter dem Bauchnabel sein.

 

Eine Rektusdiastase wird nicht behandelt mit dem Ziel, die Muskelbäuche wieder zusammen zu schieben, sondern eine gute Stabilität für die Körpermitte halten zu können.

 

Physiotherapie bei Rektusdiastase fokussiert sich auf das gesamte Rumpfsystem, um ein optimales Zusammenspiel aller Muskeln zu fördern. Am Ende zählt also nicht die Breite des Spalts, sondern die Stabilität.

 

Kinderwunsch


Gelassen durch die Kinderwunschzeit.

 

Unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben. Körperliche aber auch psychische. Yoga unterstützt in dieser Zeit das körperliche und seelische Gleichgewicht. Die ausgewählten Asanas regen die Hormonbalance an, lösen Blockaden in den unteren Chakren und bringen die Lebensenergie, Chi, zum Fließen. 

 

Das Kinderwunsch Yoga hilft dabei gelassen zu bleiben, aktiv etwas zur Unterstützung der Fruchtbarkeit beizutragen und seinen Körper besser zu verstehen. Achtsames Yoga kann auch während einer Fruchtbarkeitsbehandlung durchgeführt werden.